arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagramlogo-spe-kleinmailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blankTwitteryoutube
Inhaltsbereich
07.09.2020

Achter Altenbericht vorgestellt: Chancen der Digitalisierung auch für ältere Menschen nutzen

„Der Achte Altenbericht zeigt uns, welche Chancen in der Digitalisierung stecken, besonders auch für ältere Menschen“, kommentiert der Bundesvorsitzende der AG SPD 60 plus, Lothar Binding.

„Aber es darf dabei nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleiben, sondern es müssen Taten folgen. Wir müssen sicherstellen, dass älteren Menschen digitale Endgeräte, aber auch überhaupt ein Zugang zum Internet zur Verfügung steht. Bei Neubauten von Alten- und Pflegeheimen sollten einrichtungsweites WLAN und ein LAN-Anschluss in jedem Zimmer Voraussetzung zur Genehmigung sein. Bestehende Einrichtungen müssen motiviert werden, ihren Bestand entsprechend nachzurüsten.

Mit einem Endgerät und Internetzugang alleine ist es aber nicht getan. Wir müssen auch sicherstellen, dass älteren Menschen den sicheren Umgang mit digitalen Medien erlernen, ohne von ihr dominiert oder abhängig zu werden. Auch der Wunsch auf Verzicht zur Nutzung von digitalen Medien muss respektiert werden und ausreichend Kapazitäten etwa in Behörden und Banken vorgehalten werden.

Auch für ältere Menschen, die noch zuhause wohnen, müssen wir die Möglichkeiten schaffen, am digitalen Leben teilzunehmen. Das betrifft den Zugang zum Internet, aber auch ein Angebot, sich zu informieren, wie Tablet und Smartphone funktionieren, was will eine App von mir, aber auch besonders, was passiert mit meinen Daten, muss ich das alles eingeben. Hier sehen wir Kommunen, aber auch etwa Volkshochschulen in der Pflicht, Anlaufstellen und Kurse für ältere Menschen anzubieten. Andernfalls bietet die Digitalisierung keine Chancen, sondern führt zu Ausgrenzung und Diskriminierung.“

Der Roboter streichelt anders und der Videochat ersetzt keine körperliche Nähe.

„Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung bietet – wir müssen sicherstellen, dass ältere Menschen durch sie nicht zu Objekten degradiert werden. Es gilt auf Ihre Empfindungen und Stimmungen achten, ihnen zu verstehen geben, dass sie uns wichtig sind. Da spielt auch die Erfahrung des Fachpersonals eine große Rolle, die durch keinen noch so schönen Roboter ersetzt werden kann.“