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Aktuelles

04.08.2025

Bezirksvorstand Oberbayern in Klausur

Ende Juli '25 nahm sich der Vorstand der SPD 60plus Oberbayern zwei Tage Zeit und traf sich zu einer Klausur in der Georg-von-Vollmar-Akademie in Kochel am See. Gewöhnlich werden in einer Vorstandssitzung die aktuellen Tagesordnungspunkte in zwei oder drei Stunden abgearbeitet. In der Klausur ist auch einmal Zeit, zukunftsgerichtete Themen, Ideen oder Strategien gemeinsam ausführlich zu diskutieren. Und ein geselliges abendliches Zusammensitzen dient der Gemeinsamkeit.

Mittelpunkt der Klausur waren zwei große Themen, die teilweise bereits unsere Gegenwart beeinflussen, vor allem aber die Zukunft gestalten werden: Digitalisierung der Verwaltung und Künstliche Intelligenz.

Zwei Richtungen für die Digitalisierung der staatlichen Verwaltungsprozesse stehen sich gegenüber: 'Digital only' oder Wahlfreiheit zwischen digital und analog. - Viel Stoff für Diskussionen.

Ein SPD-Positionspapier aus dem Landtag Baden-Württemberg beschreibt sehr ausführlich die digitale Vereinheitlichung staatlicher Verwaltunsprozesse, sozusagen von der Geburts- bis zur Todesurkunde. Das ist sicher unverzichtbar und wird auch die Zukunft sein. Allerdings gilt es bis dahin noch etliche Hürden und Abwägungen zu treffen, wie zum Beispiel Funktionalität, Bedienbarkeit, Kosten für Investition und Betrieb. Die Themen Datensicherheit z.B. Hackerangriffe, Willkür oder fehlerhafte Bedienung und die Umsetzbarkeit des Datenschutzes sind wichtige Entscheidungselemente.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs von analog zu digital. Eine Aussage in dem genannten Positionspapier, wonach künftig das Smartphone die zentrale Zugangstechnologie für Bürgerinnen und Bürger zu staatlichen Behörden sein wird, ist unserer Meinung nach derzeit nicht umsetzbar. Die Volldigitalisierung kann nicht zu einem festen Datum per Schalterumlegung eingeführt werden.

Und gerade deshalb ist es für uns als 60plus  Arbeitsgemeinschaft der älteren Generation eine Pflicht dafür zu sorgen, dass Menschen ohne oder mit geringer Digitalkompetenz keine Nachteile bzw. Ausgrenzung erleben müssen. Die Wahlfreiheit – digital oder analog – muss bis auf weiteres erhalten bleiben.

Das zweite Zukunftsthema – Künstliche Intelligenz – war mehr Lehr- als Diskussionsstoff. Die meisten der Vorstandsmitglieder hatten bis jetzt noch keine oder wenig Berührungen mit KI. Daher war die Präsentation von Dat Hoang aus München hoch interessant. Wir haben viel gelernt über die digitalen Grundlagen, wie eine KI lernt und wo sie im Alltag schon überall benutzt wird, ohne dass wir es wirklich bemerken.

Nach gut zwei Stunden Vortrag und natürlich etlichen Nachfragen schwirrte einigen der Kopf, aber alle waren begeistert.

Unser Fazit: KI ist Chance und Herausforderung. Sie ist bereits in vielen Bereichen, wie z.B. im Gesundheitswesen, in der Industrie oder beim Bürokratieabbau im Einsatz. Fragen zu Transparenz, Datenschutz, Urheberrechten sind offen und müssen schnellstens geregelt werden.

Die zweitägige Klausur in der Akademie in Kochel war eine gute Entscheidung!