arrow-leftarrow-rightclosecontrastdownloadeasy-languagefacebookinstagrammailmenueMinusPlusprintsearchsoundtarget-blanktwitteryoutube
Inhaltsbereich
21.04.2016

Seniorenpolitik Pressemitteilung des AG 60 plus Bundesvorstandes zur aktuellen Rentendiskussion

Renten stärken - Altersarmut verhindern - Lebensstandard sichern

Angesichts der aktuellen Diskussion um die "Rentenproblematik" stärkt die AG 60plus dem Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel und der Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles den Rücken. Für die anstehenden Diskussionen über ein neues Rentenkonzept erinnert sie an ihre bereits im Jahre 2012 beschlossenen Grundsätze, und freut sich, dass diese inzwischen in der Öffentlichkeit eine breite Zustimmung finden.

Bereits vor vier Jahren hat die AG 60 plus folgende Grundsätze beschlossen, deren Umsetzung bisher leider keine ausreichenden politischen Mehrheiten gefunden hat.

  • "Wir stehen zum Generationenvertrag und zur beitragsfinanzierten gesetzlichen Rente als zentrale Säule der Alterssicherung. Die gesetzliche Rente muss weiterhin den wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Lebensstandards im Alter leisten und Altersarmut verhindern. Die Höhe der Rentenentwicklung darf nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt und durch die Förderung der privaten Vorsorge gemindert werden. Eine Absenkung des Rentenniveaus lehnen wir ab, zumal sich die private und zusätzliche Alterssicherung nicht als geeignet erwiesen hat, die Gesamtbevölkerung zu erreichen. Ein starkes Rentenniveau ist die beste Prävention für Altersarmut. Wir wollen keine Privatisierung der Rente, sondern die Gesetzliche Rentenversicherung stärken.
  • Versicherungsfremde Leistungen müssen stets und ausreichend durch Steuergelder ausgeglichen werden, um der Rentenversicherung keine Mittel zu entziehen.
  • Um Armut im Alter zu verhindern, brauchen wir zudem die Solidarrente deutlich über dem Grundsicherungsniveau sowie die bessere Berücksichtigung von Kindererziehungs-, Pflegezeiten und ehrenamtlichem Engagement. Ziel muss auch die Berücksichtigung der Kinder sein, die vor 1992 geboren worden sind.
  • Nicht zuletzt fordern wir die rasche Angleichung der Ostrenten auf das Westniveau und eine bessere Absicherung in der Erwerbsminderungsrente.
  • Wir unterstützen einen Demografie-Fonds in der Gesetzlichen Rentenversicherung. Neben einer altengerechten und humanen Arbeitswelt mit mehr Chancen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen wir flexible Möglichkeiten des Übergangs in den Ruhestand. Entscheidend ist nicht eine starre Altersgrenze, sondern die Flexibilität mit einem Ausbau der Teilrente.
  • Die Rentenversicherung muss zu einer Erwerbstätigenversicherung umgebaut und die bisherige Trennung in Berufsstände überwunden werden. Alle Erwerbstätigen - auch Selbständige und Beamte -müssen in das gleiche System einzahlen und in ihm abgesichert sein - nur das ist gerecht und zukunftssicher."