Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Genossinnen und Genossen,
wir alle wollen möglichst selbstbestimmt leben. Darüber wird nicht gestritten. Wollen wir auch selbstbestimmt sterben? Darüber wird heftig gestritten: im Bundestag, zwischen Verbänden, mit den Kirchen – obwohl 80% der Deutschen der Sterbehilfe gegenüber offen sind. Ein Drittel kann sich sogar vorstellen, die aktive Sterbehilfe zur erlauben und nur 12 % sind für ein generelles Verbot der Sterbehilfe. (infratest dimap)
Ein selbstbestimmter Tod kann trotz einer Medizin, die unser Leben um viele Jahre verlängern kann, eine lebenswerte Entscheidung sein. Aber wer darf, wer soll mit Blick auf Selbstbestimmung und Würde entscheiden, welche Leiden ertragbar sind und welche nicht?
Der Deutsche Bundestag hat mehrere Anläufe unternommen, nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020 eine Regelung zu finden - bislang ohne Erfolg.
Wie ist der Stand 2026? Im Rahmen der Veranstaltung möchten wir gemeinsam unterschiedliche Perspektiven beleuchten und Raum für Information, Austausch und Diskussion schaffen.
Wir laden Sie und Euch herzlich ein, Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, sozialen und kirchlichen Verbänden sowie aus Einrichtungen, die Menschen auf dem letzten Weg begleiten und unterstützen wollen, zu hören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Programm
16:00 Uhr – Einlass
17:00 Uhr – Begrüßung
Boris Velter, Bundesvorsitzender der ASG
17:10 Uhr – Die Rechtslage nach dem Urteil des BVerfG vom 26.02.2020
Prof. Dr. Dr. hc. Frank Saliger, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht
und Rechtsphilosophie, LMU München
17:20 Uhr – Die Positionen im Deutschen Bundestag
Moderation: Harald Baumann-Hasske, Co-Bundesvorsitzender der ASJ
Carmen Wegge MdB, Sprecherin für Recht und Verbraucherschutz in der
SPD-Bundestagsfraktion
Prof. Dr. Lars Castellucci MdB, Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion (angefragt)
17:50 Uhr – Podium I: "Perspektiven der Sterbebegleitung"
Moderation: Lothar Binding, Bundesvorsitzender der AG SPD 60 plus
Impulse:
• Diakonie Bundesverband (angefragt)
• Caritas: Prof. Dr. Ulrike Kostka, Diözesancaritasdirektorin für das Erzbistum Berlin
• Bundesärztekammer (angefragt)
• Arbeiterwohlfahrt: Claus Bölicke, Abteilungsleiter Gesundheit, Alter, Behinderung
• Dignitas e.V.: Christian Görgens, Rechtsanwalt, Vorstand
• Marburger Bund: Sascha Nicolai, Referent
Nachfragen
18:50 Uhr – Podium II: "Lösungsvorschläge aus Wissenschaft und Praxis"
Moderation: Dr. Antje Draheim, Co-Bundesvorsitzende der ASJ
Impuls 1: Rechtliche Lösungsvorschläge
- Prof. Dr. Dr. hc. Frank Saliger, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie, LMU München
Impuls 2: Lösungsvorschläge aus der Gerontologie
- Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie der
Universität Heidelberg
Impuls 3: Lösungsvorschläge aus der Praxis
- Dr. theol. André Böhning, System. Psychotherapeut und Supervisor, Psychoonkologe
und Seelsorger am Kantonsspital Winterthur/CH
Diskussion
19:50 Uhr - Schlusswort
20:00 Uhr - Ende der Veranstaltung mit anschließender Zeit für Gespräche
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Organisatorische Hinweise:
Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstr. 141, 10963 Berlin
Datum: Dienstag, 22. September 2026
Einlass ab 16:00 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ende: 20:00 Uhr
Empfang bis 21:00 Uhr
Die Anmeldung ist online (s.u. Link) bis zum 17.09.2026 möglich.
Reise- und Übernachtungskosten werden für Gäste vom SPD-Parteivorstand nicht übernommen.
Der Einwahllink für die, die nur Online teilnehmen können, wird kurz vor der Veranstaltung verschickt.
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Anmeldung: Link zur Anmeldung
Wir freuen uns sehr auf viele Impulse und anregende Gespräche in großer Runde.
Lothar Binding, Bundesvorsitzender der AG SPD 60 plus
Dr. Antje Draheim und Harald Baumann-Hasske, Co-Bundesvorsitzende der ASJ
Boris Velter, Bundesvorsitzender der ASG