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Aktuelles

Ingrid Reske, Rheinland-Pfalz (AG SPD 60 plus), Jens Bechtloff, Thüringen (Schatzmeister im BaS Vorstand), Susanne Pape, Berlin (AG SPD 60 plus), Lothar Binding, Baden-Württemberg (Bundesvorsitzender AG SPD 60 plus), Franz Ludwig Blömker, Nordrhein-Westfalen (Vorsitzender des BaS)

15.10.2023

Im Gespräch mit der BaS (Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V.)

Franz Ludwig Blömker und Jens Bechtloff haben die Arbeit der Seniorenbüros eindrucksvoll geschildert: Es gibt etwa 450 Seniorenbüros in Deutschland. "Büro" klingt etwas nach Amtsschimmel – in Wahrheit handelt es sich um ein großes  Netzwerk von Expertinnen und Experten zur Förderung freiwilligen Engagements älterer Menschen, zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und zur Beratung von Kommunen und freien Trägern sowie zur Vertretung der Interessen älterer Menschen auf Bundesebene. Diese Arbeit reicht von offener Seniorenarbeit über Fachberatungen, Qualifizierung und Fortbildung bis hin zu konkreter Projektarbeit. 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) ist die Dachorganisation dieser Seniorenbüros und wurde 1995 gegründet, sie ist als gemeinnütziger Verein organisiert.

Als konkrete Beispiele der Arbeit wurden die Projekte in Thüringen "AGATHE", das speziell auf alleinstehende Senioren orientiert ist, und aus Rheinland-Pfalz die Gemeindeschwesterplus besprochen, die hochbetagten Menschen hilft, die noch keine Pflege brauchen, aber doch Unterstützung und Beratung. Auch die Online-Weiterbildung „Demenz und Ehrenamt“ für Multiplikatoren in der Arbeit mit Älteren zeigt den Arbeitsansatz der BaS.

Ein wichtiges Thema in diesem Gespräch war auch das 12. Sozialgesetzbuch, genauer: die Altenhilfe nach § 71 SGB XII, wonach Städte und Kreise ein Mindestmaß an Beratung und offenen Hilfsangeboten sicherstellen sollen. Dieses Mindestmaß gilt es noch genauer zu definieren, etwa in Altenhilfestrukturgesetzen der Länder. Wir waren uns schnell einig: Auch wenn viele Kommunen dies gern als „freiwillige Leistung“ sehen (die sich auch mal schnell wegsparen lässt) – sehen wir im Gegenteil darin eine „Pflichtaufgabe der Kommunen“, so wie das Älterwerden möglichweise unfreiwillig alle Menschen betrifft.

Nicht leicht ist die generationsübergreifende Frage zu beantworten: wie können wir eine dauerhaft tragfähige Armutspräventionsstrategie finden und entwickeln? Schnell sprachen wir über Löhne und Einkommen, Vermögen und Produktivität, die Altersstruktur in Deutschland und anderen Ländern. Dabei kommt es auch darauf an, die Potentiale älterer Menschen sichtbar zu machen und für sich selbst und andere zu aktivieren. Individuell eingeschlossene Fähigkeiten (nicht sichtbar, einsam) sollen sich zum Vorteil aller entfalten können. Auch dieser „Ermöglichung“ sollen die kommunalen Strukturen dienen, wie es sie mit den etwa 450 Seniorenbüros gibt.

Insgesamt konnten wir feststellen, dass sich die Ziele der BaS und der AG SPD 60 plus sehr gut entsprechen und die Anträge der AG SPD 60 plus die Arbeit der BaS gut unterstützen. Gerne werden wir deshalb miteinander im Gespräch bleiben.

„Engagement zieht Kreise!“ Das ist der Titel eines knapp zwei Minuten langen Videos, in dem die Arbeit von Seniorenbüros und BaS kurz vorgestellt wird – spannend, witzig und einladend: https://seniorenbueros.org/aktuelles_beitraege/bas-imagefilm-engagement-zieht-kreise/