Der SPD-Politiker Lothar Binding besuchte auf Einladung der SPD 60 plus das Ahrtal. In Bad Neuenahr unterstützte er zunächst am Infostand einen Landtagskandidaten. Am Abend hielt er dann einen Vortrag im Domcafé, zu dem viele Gäste kamen, darunter auch junge Mitglieder der Jusos.
Sein Vortrag hatte das Thema „Wohlstand für alle – ein neuer Gesellschaftsvertrag“. Binding erklärte mit einfachen Beispielen, dass der sogenannte Durchschnitt oft irreführend ist. Er sagte, der Durchschnitt „lügt“, weil er Armut versteckt und Reichtum nicht richtig zeigt. Deshalb könne man nicht einfach sagen, dass es allen Menschen gut geht. Zwar stimmt das im Durchschnitt, aber viele Menschen haben trotzdem finanzielle Probleme.
Binding betonte, dass die Unterschiede zwischen armen und reichen Menschen seit vielen Jahren größer werden. Diese Entwicklung sei gefährlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Deshalb brauche es gerechtere Sozialsysteme, in die alle einzahlen. Außerdem müsse Arbeit fair bezahlt werden, damit jeder gut leben kann. Wichtig sei auch, dass der erwirtschaftete Wohlstand gerechter verteilt wird.
Ein weiteres Thema war die Rentendebatte. Binding erklärte, dass es keinen echten Konflikt zwischen Jung und Alt gebe. Dieser werde oft übertrieben dargestellt. Der eigentliche Unterschied liege zwischen Arm und Reich. Er machte deutlich, dass die Produktivität in Deutschland stark gestiegen ist und eigentlich genug Wohlstand für alle vorhanden wäre.
Außerdem sprach er über große Vermögen in Deutschland. Eine kleine Gruppe von Menschen besitzt sehr viel Geld. Binding schlug vor, diese Vermögen stärker zu besteuern. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen könnten viele Probleme im Staat leichter gelöst werden.
