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Aktuelles

17.11.2025

Presseerklärung des BuVo der AG SPD 60 plus – 17.11.2025

Nein, die 18 Bundestagsabgeordneten in der „Jungen Gruppe der Unionsabgeordneten“ haben kein Verständnis für ihren erpresserischen Angriff auf das Rentenniveau verdient. Ihr Angriff auf ein Rentenniveau von 48 Prozent ist unanständig – der Bundesvorstand der SPD 60 plus fordert mit dem VdK und den Gewerkschaften mindestens 53 Prozent. Auf diesem Weg ist der Kompromiss, den Bärbel Bas vorlegt, ein fairer Zwischenschritt.

Den Wohlstand, in dem sich diese Gruppe eingenistet hat, verdankt sie ihren Eltern und Großeltern, verdankt sie 80 Jahren Aufbauarbeit, 80 Jahren Frieden in Deutschland – aber auch 80 Jahren unfairer Einkommensverteilung und unfairer Vermögensbildung. CDU, CSU, flankiert von FDP haben 80 Jahre lang eine faire Verteilung des enormen Produktivitätsergebnisses, ebenso wie eine gerechte Besteuerung in Deutschland verhindert. Das Ergebnis: trotz des drittgrößten Bruttoinlandprodukts der Welt von weit über vier Billionen Euro pro Jahr, müssen viele Bürgerinnen und Bürger mit 15.000 Euro im Jahr auskommen, damit wenige andere am Tag über mehr als 15.000 Euro verfügen. Die Ärmeren haben kein Vermögen aufbauen können, die Reicheren verfügen über ein ständig wachsendes Privatvermögen von mehr als 15 Billionen.

Wer sich an einem künstlichen Konflikt zwischen Jung und Alt festbeißt, will verschleiern, dass der wahre Konflikt zwischen Reich und Arm liegt. Außerdem vergessen diese Jungen der Jungen Union, dass ein gutes Rentensystem nicht für die Alten ist, sondern für alle, die in 10, 20 oder 50 Jahren in Rente gehen werden.

Dabei hängt das Leben der Älteren, die nicht mehr arbeiten und das Leben der Jüngeren, die noch nicht arbeiten davon ab, was die versicherungspflichtig arbeitende Altersgruppe erarbeitet und wie das Arbeitsergebnis verteilt wird. Sind die Löhne niedrig, Arbeitslosigkeit und Managergehälter hoch, geraten alle Solidarsysteme, wie Renten-, Pflege-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung, aber auch die öffentlichen Haushalte von Kommune, Land und Bund unter Druck. Es wäre interessant zu erfahren, was die jungen CDU-Abgeordneten vorschlagen, damit alle Menschen gute Arbeit bei fairem Lohn haben.